Wohnen Sie in Dubai oder Abu Dhabi? Dann unterliegen Sie in diesen beiden Emiraten der Krankenversicherungspflicht, die Ihnen Behandlungen in den verschiedenen öffentlichen und privaten medizinischen Einrichtungen ermöglicht. Der lokale Versicherungsschutz ist jedoch nicht immer ausreichend, wenn man mit den oft sehr hohen Kosten für medizinische Versorgung konfrontiert ist, und viele im Ausland lebende Personen kombinieren ihn mit einer internationalen Krankenversicherung.
Welche Krankenversicherung benötigen in den Vereinigten Arabischen Emiraten lebende Ausländer
Wie funktioniert das Gesundheitssystem in den VAE?
In den Emiraten gibt es eigentlich kein Krankenversicherungssystem, Bürger haben aber kostenlosen Zugang zu den öffentlichen Gesundheitseinrichtungen. Ansässige Ausländer können sich dort auch behandeln lassen, wenn sie die Gesundheitskarte haben, die vom dortigen Ministerium ausgestellt wird, sie müssen aber dennoch für ihre Kosten aufkommen. Die Kosten der öffentlichen Einrichtungen sind allerdings geringer als die der zahlreichen privaten Gesundheitseinrichtungen, in denen Patienten, gleich, ob Staatsangehörige oder Ausländer, die vollen Kosten für ihre Behandlung zahlen müssen, wenn sie nicht zusätzlich eine persönliche Versicherung haben.
Um gleiche Bedingungen für den Zugang zur Gesundheitsversorgung der Emirate zu schaffen, haben Dubai et Abu Dhabi eine Krankenversicherungspflicht eingeführt. In den beiden Emiraten übernehmen diese Verpflichtung vor allem die Arbeitgeber, die verpflichtet sind, die private Krankenversicherung ihrer Angestellten zu finanzieren, indem diese eine medizinische Grundversorgung im Rahmen eines gesetzlich festgelegten Minimums an Krankenversicherungsschutz erhalten (MEC, Minimum Health Coverage).
Diese betriebliche Krankenversicherung muss auch den Unterhaltsberechtigten der in Abu Dhabi tätigen Arbeitnehmer Versicherungsschutz bieten. Zwar ist diese Bestimmung in Dubai nicht rechtswirksam, dies entbindet Begünstigte jedoch nicht von ihrer Versicherungspflicht. Sie müssen dann zusätzlich persönlich eine Versicherung abschließen, und dies gilt auch für die in den VAE ansässigen Selbständigen.
Was ist bei der Wahl einer Krankenversicherung in den VAE zu beachten?
Eine Krankenversicherung in den Emiraten muss, vom Arbeitgeber oder persönlich, bei einer zugelassenen lokalen Krankenkasse abgeschlossen werden.
Das Minimum an Krankenversicherungsschutz muss Krankenhausaufenthalte, Notfälle, ambulante Behandlung (Allgemein- und Fachärzte), Mutterschaftsbetreuung, Labortests und ärztlich verordnete Untersuchungen beinhalten. Leistungen für Augenheilkunde- und Zahnbehandlungen sind nicht vorgeschrieben.
Allerdings existieren gegebenenfalls ein Selbstbehalt (zum Beispiel bei Krankenhausaufenthalten, Arztbesuchen oder Mutterschaftsbetreuung) sowie Wartezeiten für eine Behandlung bei Erkrankungen vor Vertragsabschluss. Auch die Auswahl der Krankenhäuser kann eingeschränkt sein.
Viele in den VAE lebende Personen entscheiden sich dafür, die lokale Grundversicherung durch eine internationale Krankenversicherung mit höherem Schutz aufzustocken, um Nachteile auszuräumen.